NEW: coffee machine on board =)

Inspired by my xmas stocking and Ben's, Sarah's & Emma's laughter about my empty jars, my creativity went crazy and designed this handsome one cup camper coffee machine!!! Must have been because of my new Master Degree in Engineering :p

[15.JAN'16 - Dolphine Encounter, Kaikoura - Morgen wird mit Flipper gebadet]

My home for the next 3 month

So, nachdem ich den Englischkurs nun erfolgreich hinter mich gebracht habe, habe ich auch endlich etwas Zeit gefunden, um das Bett in mein Auto zu bauen. Worauf ich schon so lange gewartet habe. Nun fehlt nur noch ein wenig Kleinkrams, aber ansonsten bin ich damit schon bestens auf meine Reise und die nächsten drei Monate vorbereitet, in denen ich dann in meinem Auto wohnen werde! Für mein Rad hab ich auch schon einen Träger besorgt, damit ich es sicher durch Neuseeland kutschieren kann =)

My home for the next three Month

Vor ein paar Wochen hatte ich schon in einer Samstagnachmittag-Aktion die beiden mittleren Sitze ausgebaut, damit ich mehr Platz für das Bett bzw. mehr Staumöglichkeiten für meine Sachen habe. Die Rückbank habe ich allerdings drin gelassen, sodass ich immer noch einen Fünfsitzer habe, wenn ich auch noch mal wen mitnehmen möchte. Die Anforderungen an mein Bett waren also, dass ich es so umbauen kann, sodass ich einerseits bequem im Auto schlafen kann und andererseits genügen, also mehr als zwei, Sitzmöglichkeiten habe. Nachdem ich mich ein wenig im Internet schlau gemacht habe, was Andere so gemacht haben, habe ich mich letztendlich dann doch für eine eigen creative Lösung entschieden. Da ich weder Regale, noch einen Tisch in meinem Auto brauche und ich es auch nicht komplett zu einem Campingvan umbauen möchte, sondern flexibel bleiben will. So hab ich mir selber ein Bettgestell zum ausziehen designed. Im zusammengeklappten Zustand hab ich hinter der Sitzbank nun eine ebene Fläche, die ich bei schlechtem Wetter wahlweise auch mal als Tisch benutzen kann. Wenn ich dann schlafen möchte, brauche ich lediglich die Sitzbank umklappen und kann das Bett ausziehen, sodass ich die volle Länge Platz zum schlafen habe; sogar auf einem richtigen Lattenrost ;) Die Verwandlung meines "Pampers-Bombers" habe ich für euch in ein paar Bildern festgehalten (findet ihr hier rechts). Zusätzlich gibt es auch ein kleine Tutorial in Form einer Slideshow, wie sich das Bett ausklappen lässt.

@ Helge, Thorben, Verena und Crishi: Das ist alles, was ich euch an Komfort bieten kann wenn ihr vorbei schaut ;) Solltet ihr, oder jemand Anderes, aber noch creative Vorschläge haben, immer her damit! ....unten an den Einträgen gibt es ja auch immer ein kleine Kommentarfeld, was noch gar nicht so sehr genutzt wurde ;)

 

Und so funzt das Ganze:

 

Absolut witzig war auch noch die Story, als ich bei Bunnings auf dem Parkplatz stand und die beiden Sitze ausgebaut habe. Ganz abgesehen davon, dass die lieben Kollegen auf dem Schrottplatz absolut gar keinen Schimmer davon hatten, wie man die Sitze aus einem Toyota Estima bekommt. Also bin ich zu einer kleinen ramschigen Schrauber-Werkstatt gefahren, die mir immerhin ein paar Tipps geben konnten, aber leider keine Zeit für mich hatten. So bin ich dann also weiter zum nächsten Baumarkt und habe mir für ein paar Dollar die günstigsten Tools gekauft, die ich finden konnte ....nachdem ich mit meinem Schweizer-Taschenmesser nicht wirklich weit gekommen bin :P Als ich dann gerade fast fertig war und beide Sitze ausgebaut hatte, sprach mich Marc an, der direkt neben mir geparkt hatte. Er war wirklich sehr daran interessiert, was ich da mache und hat mit mir auch noch darüber gefachsimpelt, wie ich das Bett dann am besten bauen kann. Bis wir dann irgendwie auf die beiden Sitze zusprechen gekommen sind, die da so neben meinem Auto auf dem Parkplatz rumstanden. Naja, Ende vom Lied war, das er sie mir mit den kompletten Verkleidungsteilen und Pia-pa-po abgenommen hat und ich sie damit direkt los war. Ich war mega happy, dass ich mir keine Gedanken um die Entsorgung machen musste und er war auch happy, dass er seinen beiden Jungs nun eine bequeme Bestuhlung vor die PlayStation bauen kann :D Er hat mir sogar noch ein paar Dollar da gelassen, dass ich mir noch ein paar Tools für das Bett kaufen kann.   ...ach, so macht das doch Spaß! 

Marc und ich bei Bunnings auf dem Parkplatz

Marc ist da übrigens kein Einzelfall, die Neuseeländer sind an sich sehr offen und interessiert daran was andere machen und nehmen sich gerne mal Zeit für einen kleinen Schnack. Etwas, das ich wirklich schätze und hier in Neuseeland sehr genieße! Freue mich jedes Mal, wenn ich mal mit einem echten Kiwi schnacken kann =)

[02.DEC'14  -  AUT Library  -  mein Laptop gibt nun völlig den Geist auf :/ ]

Yiha, jetzt geht es richtig los !!

me and my car in the Auckland Domain Park

Es ist vollbracht!! Ich habe endlich einen fahrbaren Untersatz und mein zu Hause für den Sommer gefunden =)

Nach anderthalb Wochen nervenaufreibender und zeitraubender Autosuche bin ich am Samstag endlich fündig geworden und habe auch gleich zugeschlagen. So bin ich nun stolzer Besitzer eines weißen Toyota Estima aus dem Jahr 2001. Dank der tatkräftigen Unterstützung von meinem Kollegen Kai, der letztes Jahr an gleicher Stelle schon Erfahrungen beim Autokauf gesammelt hat, war ich bestens vorbereitet und wusste wo ich nach Autos suchen kann und wodrauf ich achten muss. Er hatte mir auch den Toyota Estima empfohlen und mir vom Toyota Hiace abgeraten, der echt mehr den Charakter eines Lieferwagen hat. Der Estima ist da schon komfortablerer und hat mindestens genau so viel Platz. Kai hat sogar parallel aus Deutschland den Anzeigenmarkt durchforstet und mir immer die neusten Inserate geschickt (@Kai: echt, vielen vielen Dank dafür! Du hat mir super weitergeholfen und vor allem Mut gemacht weiter zu suchen). Sein Statement "Autokauf in Auckland fand ich irgendwie blöd!", kann ich nun vollstens nachvollziehen. Schon nervig, wenn man eine Stunde mit dem Bus durch die Gegen juckelt und dann nach fünf Minuten feststellt, dass das Auto der absolute Schrott ist. Vor allem, weil man anschließend ja auch wieder eine Stunde zurück fahren muss. Im Endeffekt hätte ich gleich das erste Auto kaufen sollen, das eine Kiwi-Familie verkauft hat, weil ihre Kinder nun groß und eigenständig sind und keine Familienkutsche mehr brauchen. Leider habe ich mich von ein paar Ölflecken am Motor abschrecken lassen. Einen Tag später war das Auto dann schon verkauft. Nun ja, so durfte ich noch Bekanntschaft mit einem selbsternannten Autohändler machen, der hinterm Haus ca. 10 - 15 Wagen ohne Zulassung und WOF (warranty of fitness - quasi das Adäquat zum deutschen TÜV-Stempel) versteckt hatte und mir keine Fragen beantwortet hat, bevor ich ihm zugesichert habe das Auto für $7,000 zu kaufen, "Er wüsste ja, dass mit dem Auto alles in Ordnung ist". Die Probefahrt ohne Kennzeichen habe ich dann auch dankend abgelehnt. Da war es mir dann doch wichtiger, den nächsten Bus zu bekommen.

Insgesamt war der Toyota, den ich dann gekauft habe, das vierte Auto, was ich mir angeschaut habe. Zwar war ich anfangs echt skeptisch, weil es einfach mal $1,000 - $1,500 günstiger war als alle Anderen und es in den letzten 3 Monaten auch zwei Mal seinen Besitzer gewechselt hat, aber das Auto an sich war echt in einem super Zustand, innen wie außen, auch der Motor. Das Beste was ich bis dato gesehen hatte. Die Daten habe ich mir zuvor aus dem Internet besorgt, um den Verkäufer dann gezielt danach fragen zu können. Und er hat mir auch die Wahrheit gesagt; er hätte das Auto von einem Händler gekaut, für seinen Bruder, der ihn in Neuseeland besuchen kommen wollte, dann aber doch nicht gekommen ist. Ich habe ihm das mal so geglaubt, da er an sich einen sehr vertrauenswürdigen Eindruck gemacht hat und nicht nur einfach daran interessiert war, dass Auto so schnell wie möglich zu verkaufen. "Er" ist übrigens Afghane und lebt mit seiner Familie nun schon seid 14 Jahren hier in Auckland. War aber wirklich sehr freundlichen und zuvorkommend. Da habe ich mich tausendmal wohler bei gefühlt, als bei dem selbsternannten Händler zuvor. Den "Lemoncheck" im Internet, bekommt man für $20 ganz bequem per Mail zugeschickt und kann man für jedes Auto machen, das in Neuseeland zugelassen ist. So bekommt man verlässliche Informationen über die Historie und ob noch Strafen für das Auto offen stehen. Denn die kauft man ansonsten mit, da diese über das Kennzeichen registriert werden und in Neuseeland die Autos einmal ein Kennzeichen bekommen und das dann für immer behalten. Der Lemoncheck war ansonsten aber in Ordnung. Da das Auto in einem echt guten Zustand war und vier Tage zuvor gerade eine neue WOF bekommen hatte, hatte ich eigentlich keine großen Bedenken, dass etwas nicht in Ordnung ist. Es ist auch erst ca. 179,000 km gelaufen, hat eine 2.4 Liter Maschine (Vorteil: die hat keinen Zahnriemen) und ist problemlos ohne jegliche Auffälligkeiten gefahren. Also habe ich es kurzum gekauft. Bezahlt habe ich auf die gute alte konventionelle Art und Weise: cash! Denn ein Konto habe ich hier noch nicht. Wofür auch, bis jetzt gebe ich ja auch nur Geld aus und bekomme keins =(

registration form

registration card

Die Zulassung war erwähnenswert einfach. Da man in Deutschland dafür ja am besten seinen Urlaub verplant, muss ich das doch mal schnell erwähnen. Also, im Prinzip reicht es wenn der neue Besitzer zum nächsten gelegenen Post Office geht und dieses doch recht überschauliche Formular hier rechts ausfüllt. Von dem irgendwie nur die Hälfte der angaben benötigt werden!? Ganz abgesehen davon, dass man nicht nachweisen muss, dass man das Auto wirklich gekauft hat. Nun ja, $9 und 2 Minuten später, wird einem die Registrierung auf das Auto durch eine kleine Pappkarte bescheinigt. So könnte man sich ja nun quasi gleich ein paar mehr Autos zulegen. Allerdings wird der alte Besitzer über diesen Vorgang informiert und hat zwei Wochen Zeit dem zu widersprechen. Also doch ein wenig Sicherheit dabei. 

Mein Verkäufer war sogar so nett und ist noch mit mir zusammen zum nächsten Post Office gefahren, um mir mit dem "komplizierten" Papierkram zu helfen. Als er dann gehört hat, dass ich das Auto zum Reisen nutze und drin schlafen möchte, hat er mir sogar noch zwei Schaumstoff-Matratzen geschenkt! Manchmal hat man halt auch eben Glück. So kann ich im Prinzip nun schon losfahren und drin pennen =) Für später werde ich dann aber die zweite Sitzreihe rausnehmen und mir ein richtiges Bettgestell einbauen, damit ich etwas mehr Staumöglichkeiten habe. Um auf Nummer sicher zu gehen, das für meine Reise auch wirklich alles  in Ordnung ist, habe ich beim neuseeländischen TÜV noch mal einen Maintenance Check machen lassen. Bis auf den leeren Wischwasserbehälter haben die aber nichts gefunden; "Gott sei Dank". Eine Versicherung ist in Neuseeland auch nicht Pflicht, man kann also quasi einfach losfahren, nachdem man das Auto gekauft hat. Ich bin wirklich sehr beeindruckt, wie einfach und unkompliziert solche Sachen doch geregelt werden können. Das könnten wir in Deutschland auch mal einführen. Ein Versicherung werde ich dennoch abschließen. Weiß ja nicht ob ich den Autofahrern hier wirklich trauen kann, immerhin fahren die alle auf der falschen Seite =P

Am Montag ist hier Feiertag in Neuseeland, es ist Labour Day. Und was bietet sich da natürlich für ein langes Wochenende an, wo man sich doch gerade ein Auto gekauft hat!? Genau, weg zu fahren =) Also gibt es nächste Woche hoffentlich schon wieder einen neuen Post, mit vielen tollen Bildern. Denn bis jetzt ist der Plan, dass wir Richtung Süden nach Rotorua fahren, der touristischen Hochburg für verrückte Sportarten, blubbelnde Schlammbäder, Vulkanseen und Geysire. Also hoffentlich mal ein wenig action!

[23.OCT'14  -  AUT student accommodation  -  am Wochenende ist Bergfest]