St Arnaud / Lake Rotoiti

Weil's beim letzten Mal so cool war, bin ich auch dieses Mal beim Lake Rotoiti vorbei gefahren und sogar ein paar Nächte geblieben. Auch wenn der Campingplatz voll war und ich auf den nächst gelegenen Parkplatz ein Stück die Straße runter ausweichen musste. Eine Nacht hab ich sogar hardcore auf 1700m bei 6 Grad im Zelt gepennt. 

 

Fern ab von jeglicher Stadt und Dank Neumond hat sich in der ersten Nacht ein absolut sternklarer Himmel über dem See aufgetan. Jedes Mal aufs neues beeindruckend an zu gucken. Und so verdammt hell :) ...Am nächsten Morgen hab ich mich dann noch mal auf's Rad geschwungen und bin den Highway 63 ein Stück Richtung Blenheim runter gefahren und dabei ein glückliches Händchen mit dem Wind gehabt. Erst hat er mich den ganzen Weg das Tal runtergeschoben und dann 10km vorm geplanten Wendepunkt gedreht und mich wieder zurück gepustet :) Auf dem Rückweg hab ich dann noch beim Wheely Wild Food Café einen kleinen Stop eingelegt und bei lustiger Gesellschaft mit anderen Radkern, Motorbikern, Truckern und sonstigen Folks ein Kaffee getrunken. So eine entspannte und freundliche Atmosphäre. Caren, von den Philipinen, wohnt ihr mit ihrem neuseeländischen Mann Peter im Caravan und verkauft in ihrem Anhänger alles was das Herz des Reisenden begehrt und ist dabei so Super fröhlich und freundlich. Es hat einfach nur Spaß gemacht vorbei zu schauen. Am nächsten Tag musste ich auf dem Weg nach Vlenheik dann noch mal mit dem Auto stoppen und den Wild-Burger, mit Fleisch aus dem Wald gegenüber, probieren - boar, plus bacon and egg = der beste Burger den ich hier in NZ gegessen habe!!! Hut ab Caren, ich komm wieder :)

Route Profile St Arnaud - Wairau - St Arnaud

Nach 130km im Sattel bin ich dann allerdings leicht lediert wieder zurück am See angekommen. Ein paar Kilometer vorm Ziel ist mir ne Vespe in Mund geflogen und hat mir in die Lippe gestochen, die sofort Super dick angeschwollen ist und immer noch nicht wieder ganz verheilt ist - autsch :/ ....Das hat mich aber dennoch nicht abgehalten meinen Rucksack zu packen und die 1100m hoch auf die St Arnaud Range zu klettern. Eigentlich wollte ich gemütlich mein Zelt dort oben aufbauen und die Aussicht genießen. Es hat sich am Ende aber eher als ein kleines Abenteuer und Härtetest für mein Equipment heraus gestellt - ups! Sagen wir mal so, die Aussicht war recht monoton. Wind, Niesel und 6 Grad haben es auch irgendwie nicht besser gemacht. Trotzdem war es aber ein cooler Trip und hat Spaß gemacht, sich am Hang erst mal ein eben Platz im Windschatten zu errichten und sich dann mitten in der Wildniss, fern ab von allem und jeden in den Schlafsack zu kuscheln und sein Dinner zu kochen. Morgens war das Wetter leider nicht besser. Sodass ich nach 10h erholsamen Schlaf wieder zurück zum Auto marschiert bin, meine Sachen getrocknet habe und mich auf den Weg nach Kaikoura gemacht habe. 

 [15.JAN'16  - Mangamaunu, Kaikoura - waiting for swell]