X-Mas on the Cook Islands

 
Just another Shitty Day in PARADISE
— Shipwreck Hut, Rarotonga
 
 

Das Weihnachten dieses Jahr komplett anders werde würde, als wie ich es aus Deutschland kenn, dessen war ich mir ja vorher schon bewusst. Warum dann nicht auch mal die Chance nutzen und etwas ganz Ausgefallenes machen: Weihnachten unter Palmen. Zusammen mit meinem Dad habe ich mir diesen Traum erfüllt und bin mit ihm zusammen auf die Cook Islands, genauer Rarotonga geflogen.

Arrival at Raro int. Airport

Ich habe mich riesig gefreut, dass ich diese besondere Zeit des Jahres nicht alleine feiern musste und mit meinem Dad jemanden Vertrautes um mich rum hatte. (Dad, das hat mir wirklich viel bedeutet, dass du dafür vorbei gekommen bist. Vielen Dank, das war echt eine super Zeit die wir da zusammen hatten).
Insgesamt waren wir 10 Tage auf dieser traumhaften Insel. Und ich kann euch nun sagen, die Bilder die ihr aus dem Reisekatalog kennt sind nicht am Computer entstanden. Das sieht das wirklich so aus! Einfach unglaublich, wie türkiesfarben und klar das Wasser in der Lagune ist, wie dunkle blau der Ozean weiter draußen, wie weiß der Sand und wie grün die Palmen sind. All das zusammen wirkt irgendwie schon ein wenig kitschig. Die meiste Zeit haben wir mit Tauchen verbracht, weswegen wir uns auch für die Cook Islands entschieden haben. Wir haben die Insel aber auch mit dem Rad unsicher gemacht, haben den Cross Island Walk von Nord nach Süd gemacht und uns natürlich das lokale Bier und Essen schmecken lassen ;)

Ein witziges Highlight war auch das überfliegen der Datumsgrenze. Wir sind am 18. Dezember in Auckland losgezogen und sind am 17. auf Rarotonga angekommen (An der Stelle hat dein Adventskalender, Mum, leider etwas gehakt). Auf dem Rückflug wurde es dann noch skurriler: den 28. Dezember 2014 haben wir jetzt nie erlebt :D Wir sind am 27. abends losgezogen und am 29. morgen angekommen .....hm!?

 

Rarotonga

Rarotonga, Cook Islands

 

Rarotonga ist die größte und damit auch belebteste Insel der insgesamt 25 Inseln die zu den Cook Islands gehören und auch die einzige mit einem internationalem Airport; dass die dann aber gleich mit einer Boeing 777 dort hinfliegen, hat uns schon etwas erstaunt. Die Insel liegt ca. 4 Flugstunden von Auckland und 10 Flugstunden von Los Angeles mit im Pazifischen Ozean. Die gesamte Insel ist von einem riesigem Riff umgeben, was quasi der Schutzwall gegen den rauen Ozean ist. Absolut gesehen ist Rarotonga dann aber doch eher recht überschaulich. Es gibt eine Straße die entlang der Küste verläuft. Nach 32 km ist man dann auch schon einmal rum. Wir sind im Palm Grove Resort auf der Süd-West-Seite untergekommen, da hier die Lagune am größten ist und die Strände am schönsten sind und wir von dort den Sonnenuntergang sehen können, der uns allerdings wegen des Wetters meistens verwehrt geblieben ist. Es waren immer ein paar kleine plüschige Schönwetter Wolken unterwegs und der Horizont war stets im dichten Dunst gehüllt. Was allerdings viel erstaunlich war, wir hatten einfach die gesamten 10 Tage lang super starken Süd-Ost-Wind. Immer so um die 6-7 bft rum. Dadurch haben sich natürlich beeindruckende Wellen aufgetan, die am Riff gebrochen sind, aber unsere Terrasse hat sich so auch schnell in eine Wanderdüne verwandelt, die auch immer gleich ins Haus wollte, wenn man die Tür geöffnet hat.

Das Leben auf Rarotonga ist wirklich sehr einfach uns relaxed, aber auch wohl organisiert. Das beste Beispiel dafür ist der Bus, bzw. die beiden Busse die es gibt. Der eine fährt im Uhrzeigersinn um die Insel und der andere gegen den Uhrzeigersinn und das einmal die Stunde. Sodass man noch nicht mal einen Busfahrplan braucht, sondern sich einfach merken muss wann der Bus bei einem vorbeifährt. Einsteigen kostet $5, wo man aufsteigt ist dann egal; muss man dem Busfahrer allerdings sagen. Dafür lässt er einen aber auch überall ein und aussteigen. Ansonsten waren wir doch sehr erstaunt wie zivilisiert und umweltbewusst die Menschen hier leben. Keiner hat seinen Müll in der Landschaft rumfliegen lassen, sondern der wurde fein säuberlich getrennt und recycled, nach allen Kriterien die man sich vorstellen kann. Noch besser als in Deutschland. So wurden Getränkedosen und Plastikflaschen getrennt von der sonst üblichen Sortierung gesammelt. Lediglich ihre Gartenabfälle haben sie verbrannt, das hat doch ganz schön gestunken. Versorgen können sich die Menschen auf Rarotonga auch weitestgehend autark. Das gesamte Hinterland ist voll mit Obst und Gemüse Plantagen, überall rennen Hühner, Schweine und Kühe herum und Fisch gibt es ja sowie so reichlich. Insgesamt also eine sehr reichhaltige Insel, auf der sich jeder Besuch definitiv lohnt. Gerne hätte ich noch mal eine der anderen Inseln besichtigt, die noch mal etwas abgelegener und unberührter sind ....das nächste Mal dann vielleicht ;)

 

Weihnachten

our lovely X-Mas Tree

X-Mas Diving

Auch wenn wir uns redlich bemüht haben alles dafür zu tun, dass etwas Weihnachtsstimmung aufkommt, so wie wir es von zu Hause kennen, haben wir’s einfach nicht hinbekommen. Was aber vielleicht auch an den 25°C lag. Wie ich finde, waren wir aber trotzdem sehr gut ausgestattet. Wir hatten sogar einen Weihnachtsbaum =)

Weihnachten wird hier, wie in den meisten Ländern der Welt auch, erst am 25. gefeiert. Der 24. ist ein ganz normaler Tag wie jeder andere; wir haben uns dem dann mal angepasst. Die Bescherung wurde dann allerdings doch ein paar Tage vorverlegt, da wir uns beide noch etwas Equipment zum Tauchen geschenkt haben ;) So bin ich am 24. Abends dann in die Shipwreck Hut gegangen, die 2011 vom CNN zur dritt besten Sunset Beach Bar worldwide ausgezeichnet wurde, und habe den wohl most loveliest Heiligabend bisher verbracht ;) Am 25. waren wir dann bei uns im Resort zum X-Mas Buffet und haben den Abend zusammen mit einer neuseeländischen Familie aus Hamilton verbracht, die mit bei uns am Tisch saßen. Ich war mal wieder schier weg begeistert von den Kiwis, denn nun habe ich schon wieder eine Adresse mehr, wo ich auf meiner Reise durch Neuseeland einen Stop einlegen kann. Haben die mich einfach mal zu sich nach Hause eingeladen. Und das Schöne ist die sagen das nicht nur, sondern meinen das auch so. ..... I love NZ =)

X-Mas Eve at the Shipwreck Hut

Ich hatte dieses Jahr die Chance ein wirklich außergewöhnliches Weihnachten zu verbringen. Ganz ohne Schnee und Weihnachtsmarkt. Ich freue mich dieses Erlebnis mit euch teilen zu können. Habe aber auch gemerkt, wie schön es ist so eine große Tradition um Weihnachten herum zu haben, wie wir sie in Deutschland haben. Damit gehören wir allerdings auch zu den Wenigen weltweit. Denn die meisten feiern Weihnachten dann doch im Warmen. Das war mit vorher auch gar nicht so bewusst.

Also, in dem Sinne, Merry X-Mas !

 

Diving

Shipwreck at the Northside

Zum Tauchen gehören die Cook Islands ja bekanntlich zu einem der Top Spots, allerdings wohl eher wegen guten Sichtbedingungen (25-30m), den Riffformationen und dem Fakt, dass die Buckelwale einmal im Jahr dort vorbei kommen um ihren Nachwuchs zur Welt zu bringen. Das allerdings nur zwischen Juli und Oktober =( Die Fischvielfalt, wie wir sie aus Malaysia, von Bali oder den Philippinen kennen, gibt es hier nicht. Was allerdings täuscht, denn das Riff erstreckt sich die gesamten 32km um die Insel und damit verteilen sich auch die Fische. Wobei sich an den anderen Spots alles um einen kleinen Felsen getummelt hat. Das Wetter hat uns leider dazu gezwungen im Norden, im Windschatten der Insel zu bleiben, sodass wir leider nicht alle Spots wie geplant besichtigen konnten. Trotzdem haben wir auf den neun Tauchgängen aber eine Menge zu sehen bekommen und hatten definitiv eine Menge Spaß mit der Crew und den Gästen von „The Big Fish“, der Tauchschule unseres Vertrauens auf Raro, die von Sabine und Sascha betrieben wird. Wer jetzt denkt, dass klingt aber sehr Deutsch, dem muss ich recht geben. Echt verblüffend da fliegt man auf einen der hinterlegensten Pflege der Erde und trifft zwei Deutsche die dort eine Tauschule eröffnet haben =) Vielen Dank Guys für die wunderbare Zeit die wir mit euch hatten! ...also wenn noch es noch mal jemanden nach Rarotonga verschlägt, kann ich euch The Big Fish nur wärmstens ans Herz legen!

Beim Tauchen haben wir dann von Schildkröten, über fliegende Fische, bis hin zu Riffhaien doch ziemlich viele der Riffbewohner gesehen. Natürlich auch die üblichen kunterbunten Butterfly Fische, Surgeon Fishs, Parrot Fishs, Trevallies und Trigger Fische. Es hat sich aber sogar auch mal ein Lionfish, ein Baracuda oder eine Muräne gezeigt. Merkwürdig finde ich jedoch immer noch die Seegurken, die liegen da wie Wal Kot, nichts tuend überall herum liegen :D Wir haben auf unseren Dive Trips aber auch viele nette Leute kennen gelernt. So waren wir zusammen mit einer Südafrikanisch-Neuseeländischen Familie, einem Pärchen aus Köln und eine New Yorkerin unterwegs. Es war wie eine Großfamilie in den paar Tagen, weil man sich überall auf der Insel wieder getroffen hat und bei allem Zufall haben wir uns beim Abflug am Flughafen auch noch einmal wieder gesehen :D Die Familie aus Wellington werde ich sicherlich noch einmal wieder sehen, wenn ich mich auf den Weg zur Südinsel mache und auf die Fähre warte. Auch mit Tia aus NY habe ich mich super verstanden, sie war mein Buddy beim X-Mas Dive, sodass wir uns sicherlich auch noch einmal irgendwann über den Weg laufen werden. Denn so groß ist die Welt ja nun nicht und es ist auch nicht verkehrt Jemanden in NY zu kennen. Allerdings hätte sie, so wie auch mein Dad, fast unseren letzten Santa Mütze verloren. Zum Glück haben wir unsere Bilder und das X-Mas Video schon vorher gemacht ;) Thanks for this lovely time on Raro!

Insgesamt konnte ich noch einmal viel beim Tauchen dazu gelernt, war ja auch erst mein zweiter Tauchurlaub. Ich komme aber nun schon auf 20 Dives und bin definitiv vom Tauchen infiziert, sodass ich hoffe, dass sich in Neuseeland auch noch das ein oder andere Mal die Gelegenheit ergibt ins Wasser zu jumpen, auch wenn das dort sicherlich nicht so schön warm ist, wie auf den Cooks.

 

The Cross Island Walk

Start of the Cross Island Walk

near the summit

Vor dem Cross Island Walk hatten uns alle so ein wenig gewarnt. ...wir sollten das ja nicht alleine machen, genügen Verpflegung mitnehmen, manche hätten dort oben schon übernachtet, weil sie sich verlaufen hätten, and so on. Wir sind dann doch einfach mal los gelaufen. Eigentlich fing auch alles ganz entspannt an und der Track war gar nicht so wild wie profezeit, zwar etwas viele Wurzeln und nicht ganz so zerlaufen, wie die in NZ, bis mein Dad dann doch ausgerutscht ist und neben dem Track im Busch gelandet ist. Da habe ich doch einen leichten bis mittel großen Schrecken bekommen und dachte ich muss ihn dort zurück lassen und den Rest alleine bewältigen um Hilfe zu holen; bis auf eine ordentlich Prellung an der Schulter ist er aber dann doch glimpflich davon gekommen, Gott sei Dank! (Ich hoffe der Schulter geht es mittlerweile wieder besser Dad!?) Der Track an sich war aber wirklich sehr schön. Er führte uns durch Hinterland, den dichten Dschungel bis auf 400m hoch zur „Needel“, einem alten Vulkanschlot der noch stehen geblieben ist, der restlich Berg ringsherum ist schon weggebröselt. Auf der Nordseite konnte man mit Hilfe von Ketten und Seilen dann noch ein Stück den Schlot rauf klettern. Zurück ging es dann entlang an einem kleinen Fluss, der unten dann in einem kleinem Wasserfall endete. Insgesamt waren wir mit Pause und vielen Fotostops knapp sechs Stunden unterwegs. Die ganze Zeit über wurden wir dann auch noch von den heiß geliebten Moskitos verfolgt. Bis ich dann einen erwischt habe ...mit der Kamera ;) 

 

All in all, ein wirklich einmalige Erfahrung die ich da auf den Cooks sammeln konnte. Definitiv ein Ort, an den ich nochmal zurückkehren möchte. Mein Dad hat direkt davon geträumt seine Rentenzeit dort zu verbringen ;) ...ich komm dich auf jeden Fall besuchen!

Damit sage ich "Good Bye Raro" und es geht zurück nach NZ, wo die große Reise dann so richtig losgeht. Die erste Woche und Silvester verbringe ich dann noch alleine am East Cape, bis mich Helge dann besuchen kommt und wir uns zusammen auf zur Südinsel machen.

s gibt auch noch mehr Fotos in der Gallery unter Rarotonga 17.12.2014 und NZ's beauty of nature. Also schaut da doch auch noch mal rein ;)

ia Orana (wie das auf Rar heißt), Colja

[03.JAN’15  -  Anaura Bay, East Cape  -  ein Ort den ich mich irgendwie verliebt habe und spontan schon zwei Mal um eine Nacht verlängert habe]