Surfing at 90 Mile Beach, Ahipara

90 Mile Beach, Ahipara

 

Boyce and Me

In meiner ersten Woche als Camper in Neuseeland war ich wettertechnisch gänzlich vom Pech verfolgt. So war ich froh, dass ich am Wochenende in Ahipara beim Surfen einen Platz im Hostel hatte und nicht im Auto schlafen musste, denn es wollte einfach nicht aufhören zu Regnen. Es wurde eher noch Schlimmer =( Ganz gut, dass das beim Surfen so ziemlich egal ist. So habe ich mein Wochenende zusammen mit den NZ Surf Bros am 90 Mile Beach verbracht. Eine echt super Location zum Surfen und angeblich eine der berühmtesten left-hand Surf Spots weltweit. Den Tageskurs hatte ich ganz in Blaue schon aus Auckland gebucht. Aber echt dufte drauf die Guys und ich konnte in den drei Tagen noch mal richtig viel dazu lernen. Die ersten beiden Tage ist Rangy mit mir und einem Belgier raus und am dritten Tag bin ich allein mit Boyce unterwegs gewesen. So hatte ich quasi drei Tage lang einen personal Surf Instructor ... lucky me =) Verglichen mit Portugal, wo ich mein ersten un einzigen Surf-Erfahrungen gesammelt habe, waren die Bedingungen hier doch noch mal etwas härter. Das Meer ist einfach viel rauer und die Wellen haben deutlich mehr Power. Da kann es schon einmal passieren, dass man beim Rauspaddeln im Weißwasser für ein paar Minuten gefangen ist und eine nach der anderen Welle auf den Deckel bekommt, bis das Set durch ist und ein paar flachere Wellen kommen, über die man dann nach draußen paddeln kann. Am ersten Tag waren eigentlich die besten Bedingungen, klar definierte Wellen mit großem Abstand und ca. 2-3 m hoch. Der zweite Tag war dann etwas mau, aber immer noch gut surfbar. Der Dritte war für meinen Geschmack dann schon fast etwas zu heftig. Wir sind schon extra ein paar km den Strand mit dem Auto runter gefahren, da die Welle dort kleiner sind, die waren dann aber immer noch geschätzte 4 m hoch, jedenfalls deutlich höher als am ersten Tag. ....leider bin ich dann doch mehr gepaddelt, als gesurft :P

Pointbreak at Shipwreck Bay

.....aber lucky again, der Wind drehte gegen Abend auf ablandig. Dadurch und wegen der hohen Wellen, gab es in der Shipwreck Bay am äußersten Ende des 90 Mile Beaches dann die seltene Gelegenheit einen Point Break zu surfen; heißt: durch die besondere Form der Bucht bricht die Welle wirklich perfekt von Rechts nach Links den Strand entlang und man kann von ganz weit draußen einen wirklich langen Ride bis zum Strand machen =) Boyce hatte mir geraten dafür noch mal einen Nacht dran zu hängen und diese wirklich seltene Chance zu nutzen. Was ich dann auch gemacht habe. Er hatte sogar arrangiert, dass ich einfach so noch ein weiteres Mal mit raus konnte =) Pennen konnte ich in meinem Auto dann bei ihm auf dem Grundstück, denn das in Ahipara in der Öffentlichkeit sonst nicht so gern gesehen ist. Echt ein super Typ; "Thanks Bro!" (wie er immer pflegte zu sagen). So hatte mein Wochenende einen perfekten Abschluss mit eins-a Surf Bedingungen. Außerdem habe ich noch Lennart aus Osnabrück und Ingrid aus Eindhoven kennen gelernt, die beide als HelpX im Surfcamp gearbeitet haben . Zusammen mit der Surf Crew sind wir dann abends auch noch mal zusammen nach Kaitaia ein Bierchen trinken gefahren =) ...Montag früh habe ich mich dann auf den Weg zum Cape Reinga, dem nördlichen Ende Neuseelands, gemacht.

[20.DEC'14  -  The Yellow Hibiscus, Rarotonga, Cook Islands  -  500MB Inet = $25 ...dafür bin ich aber hier]