Rotorua & Te Aroha

So, mit etwas Verspätung, gibt es nun auch endlich den Eintrag zum letzten Wochenende, an dem ich mein Auto das erste Mal so richtig nutzen konnte und nach Rotorua gefahren bin.  Dafür gibt es nun auch ein GoPro-Video ;) Also viel Spaß beim Angucken, es gibt eine wilde Mountain Bike Tour und verzweifelte Versuche eines „Wheely’s“ zu sehen.  Außerdem habe ich eine Foto-Gallerie auf meiner Hompage eingerichtet, um euch noch Bilder zeigen zu können! Ansonsten wird der Blog schnell zum Bilderbuch. Hier der Link zu den restlichen Bildern aus Rotorua >>

 

Nun aber zum dem, was ich am Wochenende so gemacht habe. Am Montag war hier Feiertag (Labour Day) und wir hatten also ein langes Wochenende, sodass es sich auch lohnte die gute drei Stunden nach Rotorua zu fahren. Auch wenn es nur 230 km sind, aber bekanntlich kommt man hier ja nicht ganz so schnell voran, wie ich das aus Deutschland kenne.  So habe ich mich Samstagfrüh zusammen mit Julia, unserer neuen Mitbewohnerin (auch aus Deutschland), auf den Weg nach Rotorua gemacht. Die Jungs waren irgendwie nicht ganz so motiviert. Unser erstes Ziel war auf halber Strecke, Te Aroha, an der Ostküste. Von dort aus kann man auf den nächstgelegenen Berg, den Te Aroha Mountain (952m) klettern, von der Spitze aus hat eine wunderbare 360° Aussicht auf die Umgebung. Man kann die komplette Küste entlang bis zur nächsten Stadt, Tauranga, gucken. Bei gutem Wetter soll man sogar den Mt Ruapehu und den Mt Taranaki sehen können. Dies blieb uns leider vorenthalten.

 

Lady-Knox Geysir in Wai-O-Tapu

In Rotorua sind wir dann erst gegen Abend angekommen. Wegen angekündigten 4°C in der Nacht, haben wir uns dann doch dazu entschieden, statt im Auto, im Hostel zu pennen. So hatten wir es nicht nur warm, sondern haben auch noch Rooi aus Israel und Leo, ebenfalls aus Deutschland, kennengelernt. Mit den Beiden haben wir uns dann in den verbleibenden zwei Tagen durch das scheinbar unendliche Angebot an Freizeitaktivitäten gewuselt. Von Bungee-Jumping, über Zorbing (in einer überdimensional großen Kugel einen Berg hinunter rollen, was hier übrigens sehr beliebt ist) bis hin zu Höhlenwanderungen, kann man in Rotorua gefühlt alles machen. Es ist wirklich für jede Art von Adrenalin-Junkie etwas dabei. Wir haben Sonntagmorgen jedoch ganz gemütlich mit der Besichtigung des Wai-O-Tapu Thermal Wonderland begonnen. Jeden Morgen um 10:15 wird dort der Lady-Knox Geysir mit Seife zum ausbrechen angeregt. Je nach Wetterbedingung kann er angeblich eine Höhe von 20m erreichen. Die wurden bei uns aber nicht ganz erreicht. Ehrlich gesagt, fand ich die Vulkanlandschaft, die wir im Anschluss besichtigen haben auch irgendwie spektakulärer. All die schrillen Farben, Formen und Gerüche, die die Natur so produzieren kann, fand ich irgendwie faszinierend. Echt beeindrucken, wenn auf ganz natürliche Art und Weise ein ganzer See kocht, oder heißer Wasserdampf aus dem Boden kommt. Ich hab es nicht ausprobiert, denn es wir überall darauf hingewiesen, tunlichst nicht seine Hände darein zu halten. Scheint also echt verdammt heiß zu sein. So sind wir also noch ein Weil an blubbernden Schlamm, bunten Seen und Schwefelhöhlen vorbei gewandert, bevor wir uns dann auf zum Mountainbiken gemacht haben.

Wai-O-Tapu Wonderland

Champagne Pool

Rooi & Julia

Das Mountainbiken war für das Highlight an dem Wochenende. Denn im Vergleich zum Rest kann dabei echt für wenig Geld eine Menge Spaß haben. Das werde ich definitiv noch mal machen. Wir haben uns für $35 ein Bike im Whakarewarewa Redwood Forest geliehen und konnten quasi so lange fahren wie wir wollten, obwohl der Preis für zwei Stunden ausgeschrieben war. Der Verkäufer meinte nur: "Wollt ihr Spaß haben oder Geld ausgeben!?". Okay, also sind einfach losgefahren!! Der Wald ist ähnlich angelegt wie ein Skigebiet, überall gibt es Tracks mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden, die mit Schildern ausgezeichnet sind. Auch die berühmte Karte vor der man sich versammelt um die nächste Tour zu planen gab's :) Ein kleiner Geheimtipp, war eine Bank ganz oben auf dem Berg. Von der man, ähnlich wie in Te Aroha, einen kompletten Rundum-Blick über die Gegend hat. So konnten wir Rotorua und den Lake Rotorua auch mal von Oben sehen. Aber schaut doch einfach selber, denn ich hab mir extra einen Helm mit GoPro-Halterung geben lassen und fleißig gefilmt! (@Crishi: das ist sicherlich auch das Richtige für dich!? Sollten wir auf jeden Fall einplanen, wenn du kommst) 

Abends haben wir uns nach der ganzen Action in den Hot Pools entspannt. Dabei wird Wasser aus den Vulkanseen von 250°C auf ca. 40°C abgekühlt und in Thermalbecken aufbereitet, sodass man darin baden kann. Die Mineralien, die im Wasser gelöst sind bleiben jedoch enthalten. Bei den niedrigeren Temperaturen verbinden sie sich dann wieder, wodurch das Wasser eine leicht milchig und gelbliche Farbe bekommt. "Alles gut, dass ist Natur pur!", sagte uns der Bademeister. Und nebenbei, soll das ja auch noch super gesund sein. An den stetige Schwefelgeruch muss man sich jedoch erst einmal gewöhnen. Meine Badehose riecht übrigens immer noch nach faulem Ei. Anyway, nach eine halben Stunden bei 40°C fühlt man sich eh wie gekocht und muss definitiv mal einen Moment an die "frische" Luft. Der Besuch lohnt sich auf jeden Fall und man kommt auch leicht mit den einheimischen Mãoris in Kontakt.

Kaituna White-Water Rafting (Rooi, Julia, Leo and Me)

Am Montag haben wir uns noch ein Runde White-Water Rafting gegönnt. Denn wenn mit 7m schon der weltweit größte kommerziell genutzte Wasserfall vor der Tür liegt, kann man sich das ja wohl schlecht entgehen lassen. Wir hatten sogar Glück, dass der Besitzer mit der Inhaberin unseres Hostels befreundet war und wir so noch einen ganz annehmbaren Preis vereinbaren konnten. So sind wir also eine Stunde lang die Kaituna Cascades runter gesaust und haben insgesamt drei Wasserfälle mitgenommen. Zwei kleiner und eben den großen mit 7m (die Bilderserie dazu findet ihr weiter unten). Dann war das Wochenende auch schon wieder mir nichts dir nichts vorbei und wir mussten uns wieder zurück auf den Weg nach Auckland machen. Ich wäre am liebsten da geblieben und hätte gerne noch die ein oder andere verrückte Sache ausprobiert, wie die Zipline, wo man an einem Stahlseil hängend mit 80km/h den Berg herunter rasen kann. So bleibt Rotorua auf jeden Fall ein Ort, an den ich noch mal zurück kehren werde. Spätestens, wenn mich die Ersten besuchen kommen, denn dort kann man wirklich viel in kurzer Zeit erleben. Aber auch viel Geld ausgeben ;) So hatte es dann doch etwas Positives, dass wir nach zwei Tagen schon wieder fahren mussten. Die Umstellung zurück zum Englischkurs viel mir dennoch schwer. À pro pro, was übrigens die Chinesen im Englischkurs sind, sind wir Deutschen in den Hostels! Schade, ich dachte man kann mal wieder etwas mehr Englisch sprechen. Also auf in die zweite Hälfte, weitere 6 Wochen Englischkurs.

[01.NOV'14  -  Gloria Jean's Coffees  -  der Sommer kommt =) ]