Waipoua Forest, Opononi and Piha Beach

Me in Opononi

Yiha, am Wochenende habe ich den ersten richtigen Ausflug gemacht! Zusammen mit meinen Mitbewohnern und einem befreundeten Chinesen (Rick) habe ich mir ein Auto gemietet und wir konnte endlich mal raus aus der Stadt und etwas vom Neuseeland sehen.

Am Samstag haben wir uns auf den Weg nach Norden gemacht und sind die Westküste hoch bis Opononi gefahren. Auf dem Weg dorthin haben wir die Kauri-Bäume im Waipoua Forest besichtigt,  die ältesten Bäume Neuseelands. Insgesamt sind wir fast 600 km gefahren, saßen also fast die ganze Zeit im Auto, aber wegen des äußerst wechselhaften Wetters leider auch nicht anders möglich. Denn es war super windig und gefühlt hat es alle halbe Stunde geregnet. So sind wir aber trotzdem weit rum gekommen und haben viel gesehen. Schade nur, dass es auf dem Rückweg schon dunkel geworden ist. Die grüne hügelige Landschaft, die engen kurvigen Straßen und das schlechte Wetter haben mich so ein bisschen an Irland erinnert. Ansonsten ist man wirklich komplett für sich alleine, sobald man Auckland um 50 km verlässt. Das habe ich bei dem ganzen Trubel den man sonst in der Stadt hat wirklich sehr genossen. Am Sonntag sind wir dann zum nächst gelegenen Strand an der Westküste gefahren, dem Piha Beach, der unter Surfern wegen den hohen Wellen sehr beliebt ist. Wegen seiner ungeschützten Lage und den starken Strömungen allerdings auch nicht ganz ungefährlich sein soll. 

zack, Knöllchen =)

Irgendwie hatten wir alle das Gefühl, dass wir mal raus aus der Stadt kommen müssen und etwas anderes sehen. Denn Auckland ist wirklich nicht Neuseeland. Die Innenstadt ist sehr international und wird weites gehend von Einheimischen, den Kiwi people, gemieden. Wenn man durch die Queen Street und die benachbarten Straßen läuft, trifft man fast ausschließlich auf Ausländer und hört doch auffällig wenig Leute Englisch sprechen. Das hat auch so gar nicht meine Vorstellungen getroffen, die ich hatte, bevor ich hierher gekommen bin. Aber wann hat man das auch schon mal!? Aber alles gut, ich fühle mich wohl hier. Der Hafen und umliegenden Parks sind wirklich ausgesprochen schön. Dort verbringe ich gerne meine Zeit bzw. nutze sie zum Joggen. Das Joggen hat sich wirklich als beste Möglichkeit erwiesen um die Stadt kennen zu lernen. So kann man auch mal schnell den Stadtkern verlassen und kommt bis in die Vororte. So war ich in nach 13 km schon einmal um den eigentlichen Stadtkern herum. Mit dem Auto hat man aber natürlich noch mal ganz andere Möglichkeiten. Da am Wochenende auch nicht viel für die Uni anstand, haben wir uns dann ganz spontan dazu entschieden ein Auto zu mieten. Also sind wir am Samstagmorgen zur nächsten Autovermietung getiegert. Im Vergleich zu Deutschland ist das auch echt günstig hier. Für den Nissan Tida haben wir für die zwei Tage gerade mal $140 (ca. 90€) gezahlt, zzl. Sprit natürlich, der ist sogar auch noch etwas günstiger hier. An den Linksverkehr habe ich wirklich schnell gewöhnt, nur nicht an das Tempolimit von 100 km/h. Insbesondere wenn man alleine auf einer pille geraden Landstraße unterwegs ist. So hieß es dann nach anderthalb Stunden nicht "rechts", sonder "bitte links ranfahren" und ich konnte für $80 noch mal einen Crash-Kurs in Neuseelands Straßenregeln belegen. Anyway, schade um das Geld, passiert mir wohl hoffentlich nicht noch mal. Aber so habe ich diese Erfahrung wenigstens auch schon gemacht. Bedeutet also: Gemütlichkeit wird im neuseeländischen Straßenverkehr ganz groß geschrieben ;) Da es Autobahnen nur um die drei größten Städte (Auckland, Wellington und Christchurch) herum gibt und ansonsten nur Landstraßen, kann auch nicht wirklich viel schneller als 100 km/h fahren.

 

Waipoua Forest

 

Farnblatt

Im Waipoua Forest stehen die ältesten Bäume Neuseelands, die Kauri-Bäume. Der älteste Baum wird auf 1.500 Jahre geschätzt, ist 51 m hoch und hat einen Umfang von 14 m. Der Weg dorthin war aber leider gesperrt, so konnten wir nur zum "Father of the Forest", der schon etwas gebrechlich ist und statt ehemals 30 m nur noch 10,2 m hoch ist. Vom Parkplatz läuft man ca. eine halbe Stunde durch Palmen, Farn und Gestrüpp bis man dann bei den Kauri-Bäumen ankommt. Dabei legen die Neuseeländer ganz besonderen Wert auf den Naturschutz. Das Verlassen der angelegten Wegen ist strengstens verboten. Vor dem Betreten des Waldes muss man seine Schuhe putzen und desinfizieren. Es gibt sogar einen security guy, der das überwacht. Der sich natürlich riesig gefreut hat, wenn ihn auch mal Einer der blöden Touris anspricht. Ansonsten hat mich die Reichhaltigkeit des Waldes sehr beeindruckt und ich habe das erste mal den echten neuseeländischen Farn gesehen, der hier die Größe eines mittel großen Baumes erreicht! Ein aufgehendes Farnblatt steht bei den Mãori als Symbol für den Beginn eines neuen Lebens, ist Nationalpflanze hier und Wahrzeichen der All Blacks, dem Rugby Team. Es gibt sogar Diskussionen darüber die Nationalflagge zu ändern und ein Farnblatt mit darin zu integrieren. 

 

Opononi

 

Skulptur von Opo, dem Delfin

Opononi ist hauptsächlich wegen des Deflins Opo bekannt, der im Sommer 1955 immer wieder zum Strand kam und mit den Kindern spielte. Leider wurde er von unbekannten Dynamit Fischern getötet. Als Andenken hat man ihm eine Skulptur gewidmet. Mit uns wollte leider kein Delfin spielen. Wir haben den Sonnenuntergang genossen und in dem Kneipen-Discotheken-Spielhallen-Restaurant (das alles vier in einem ist) der 400 Seelen Gemeinde  einen dicken Burger zum Dinner gegessen. Danach haben wir uns dann wieder auf den nach Hause Weg gemacht.

 

Piha Beach

 

Nach dem wir Samstag den ganzen Tag im Auto saßen, haben wir uns Sonntag dazu entschieden nur schnell 45 Min. rüber zum Piha Beach zu fahren. Pieter und Salim hatten allerdings etwas anderes vor, dafür sind dann Ana (aus Kolumbien) und Miho (aus Japan) mitgekommen. Piha Beach ist wegen der Nähe zu Auckland sehr beliebt. Insbesondere bei den Surfern. Mal sehen, vielleicht schaffe ich es ja auch noch mal dort auf's Brett zu steigen. Spätestens wenn ich dann ein eigenes Auto habe. Besonderes Merkmal von diesem Strand ist der Lions Rock der mitten auf dem Strand steht und diesen in zwei Abschnitte unterteilt.

Piha Beach

Ich habe es mir natürlich nicht nehmen lassen und die Gelegenheit genutzt das erste mal hier in Neuseeland ins Meer zu springen! Es war sogar wärmer als ich es erwartet habe =) Gefühlt war das Ende Mai in Portugal kälter und hier ist der Winter ja gerade erst vorbei. Den Beweis findet ihr unten bei den restlichen Bildern.

Generell merkt man hier am Wetter und der rauen See, dass Neuseeland mitten im offenen Meer liegt. Der Wind ist doch ziemlich stark und das Wetter dadurch unheimlich wechselhaft. Also klassische Oktoberwetter, oder wie es bei uns heißt: Aprilwetter. Aber das soll sich laut den Kiwis im November dann legen, wenn der Sommer langsam beginnt. Dann lohnt es sich wahrscheinlich auch noch mal eher an den Piha Beach zu kommen. By the way, der Weg dorthin war schön hügelig, wenig befahren und auch nur 40 km lang. Also vielleicht die ideale Strecke um mein Rennrad einzufahren, wenn das dann im November habe.

[07.OKT'14  -  AUT student accommodation]